
Der wahre Kern hinter meinem Aprilscherz
Ein Aprilscherz – und was er mir wirklich gezeigt hat
Beim Schreiben meines Aprilscherzes hatte ich vor allem eins: Spaß.
Beim Veröffentlichen dann… ein leichtes Kribbeln.
Und beim Lesen der Reaktionen?
Gemischte Gefühle.
Freude – weil sich so viele Menschen mit mir gefreut haben. Und Spaß hatten.
Überraschung – weil mir auch Personen geschrieben haben, die sich sonst eher selten melden.
Und vor allem: Berührung.
Denn etwas hat mich dabei besonders bewegt:
Offenbar trauen mir andere manchmal mehr zu, als ich mir selbst zutraue.
Zwischen Lachen und Verantwortung
Beim Lesen der Rückmeldungen hatte ich vor allem eines nicht: ein schlechtes Gewissen.
Was mich jedoch kurz hat innehalten lassen, war etwas anderes.
Ich arbeite selbst mit Heilsteinen.
Ich schätze ihre unterstützende Wirkung – und die Räume, die sie öffnen können.
Und gleichzeitig kenne ich auch die andere Seite:
Haltlose Versprechen.
Versprechen, die weit größer sind als das, was sie halten können.
Für einen Moment habe ich mich gefragt, ob mein Aprilscherz genau dort andockt.
Ob ich etwas ins Lächerliche ziehe, das mir eigentlich wichtig ist.

Und dann fiel mir etwas ein, das ich bei Manfred Gienger gelesen habe.
Am Ende seines voluminösen Nachschlagewerks Lexikon der Heilsteine - Von Achat bis Zoisit beschreibt er als letzten einen fiktiven Stein – den Wunderstein, Trendit.
Mehr als augenzwinkernd, wenn er schreibt, dass ihr "Wahrheitsgehalt auch durch mineralogisch-gemmologische Untersuchungen unauffindbar bleibt."
Ich musste schmunzeln, als ich das wieder gelesen habe.
Und gleichzeitig steckt darin etwas sehr Klares:
♥ eine Einladung, wach zu bleiben
♥ wahrzunehmen
♥ und nicht alles ungeprüft zu glauben.
Das hat mich beruhigt. Und da war der Moment, in dem ich gemerkt habe:
Ich bin mit meinem Aprilscherz gar nicht so weit davon entfernt gewesen.
Denn vielleicht geht es genau darum:
Nicht darum, ob etwas wirkt oder nicht.
Sondern darum, wie wir damit umgehen.
Die Sehnsucht nach „endlich lösen“
In einer Podcastfolge von Verena König beschreibt sie genau das:
die tiefe Sehnsucht, dass sich etwas nach all der Zeit endlich auflösen möge.
Und dass genau diese Sehnsucht zutiefst menschlich ist.
Gerade dann, wenn im Hintergrund Trauma wirkt.
Ich erkenne darin viel wieder.
Und gleichzeitig sehe ich – auch aus eigener Erfahrung – noch etwas anderes:
dass sich oft längst etwas bewegt hat.
Leise.
Im Hintergrund.
Manchmal so leise, dass wir es kaum bemerken.
Weil es außerhalb unseres Fokus liegt.
Vielleicht, weil wir nie gelernt haben, dorthin zu schauen.
Ich bin noch in einer Zeit groß geworden, in der der Blick oft auf das gerichtet war, was nicht funktioniert.
Kein Tadel war Lob genug.
Was sich verändert hat,
was gewachsen ist,
was leichter geworden ist –
blieb dabei oft unsichtbar.
Und genau hier kommt für mich etwas ins Spiel, das ich sehr schätze:

Journaling und Sketchnotes.
Weil es sichtbar macht,
was sonst so leicht übersehen wird.
Weil es den Blick weitet.
Und weil es uns erlaubt, uns selbst nicht nur im Problem zu sehen,
sondern auch in der Bewegung.
Weil es uns helfen kann,
unseren Fokus zu lenken.
Wunderbar unperfekt -
und darin gleichzeitig so unfassbar charmant.
Was mich wirklich berührt hat
Diejenigen, die wissen, dass ich einmal Ägyptologie studiert habe und mich über Jahre in die Heilsteinkunde eingearbeitet habe, wissen auch, das ich gern auch einmal in alte Weisheiten und Überlieferungen, manchmal gar Mysterien, eintauche.
Sie haben zumindest einen Stein für möglich gehalten, der auf unterschiedliche Stimmungen reagiert.
Und das kann ich sogar verstehen.
Was jedoch besonders viele angesprochen hat, war etwas anderes:
das "Versprechen", der Stein reagiere wie „auf Knopfdruck“.
Kein Wunder.
Wir leben in einer Welt, in der sich täglich etwas verändert.
Eine Welt, in der Apps im Hintergrund fast täglich leise Updates fahren.
Eine Welt, in der wir gewohnt sind, Dinge schnell zu lösen.
„Mal eben.“
„Kurz noch.“
„Schnell erledigt.“
Wie menschlich ist es da,
auch eigene Themen endlich mal eben loswerden zu wollen.
Und gleichzeitig liegt genau hier eine Schwierigkeit.
Denn ja – es gibt Momente, in denen ein Coach oder Therapeut sehr schnell zu einem Schmerzpunkt vordringt. Doch alles, was danach kommt, ist nicht „auf Knopfdruck“.
Es ist Prozess.
Bewegung.
Wiederholen.
Integrieren.
Unser Gehirn funktioniert, wie es funktioniert.
Wir sind keine Maschinen.
Und selbst Maschinen laufen nicht einfach durch.
Sie haken.
Sie stocken.
Sie brauchen Justierung.
Updates - damit sie funktionieren
Und vielleicht ist das bei uns doch auf eine Art vergleichbar.
Wir alle kennen Phasen, in denen wir vor allem funktionieren.
Weil es gerade nicht anders geht.
Manchmal mehr, als uns lieb ist.
Und genau darin zeigt sich oft auch eine Sehnsucht:
nicht nur zu funktionieren –
sondern wieder bewusster bei sich anzukommen.
Wenn überhaupt, dann ist Coaching kein Update.
Sondern eher ein Upgrade.
Ein Termin mit dir.
Vielleicht nicht noch einer, der auf eine Liste kommt.
Sondern einer,
der dich wieder ein Stück näher zu dir bringt.
Ein Raum, der dir Energie zurückgibt.
Vielleicht ist genau das der ehrlichere Blick:
dass Entwicklung nicht schneller wird, sondern bewusster.
Was mich wirklich berührt hat
Was mich im Nachklang am meisten bewegt hat, war nicht, dass Menschen den SkaVa™ für möglich gehalten haben.
Sondern: dass sie bereit waren, daran zu glauben.
Dass sie sich gefreut haben.
Dass sie sich etwas erhofft haben.
Und dass darin etwas sehr Echtes sichtbar wurde:
Der Wunsch nach Erleichterung.
Nach Unterstützung.
Nach einem sanften Weg zurück in die eigene Balance.
Die Sehnsucht hinter dem Wunsch nach schnellen Lösungen
Vielleicht kennen wir sie alle.
Diese leise Sehnsucht, dass es manchmal einfacher gehen darf.
Ein kleiner Impuls von außen.
Etwas, das uns erinnert.
Etwas, das uns zurückbringt.
Und gleichzeitig ist da oft auch eine Ahnung:
Dass das, was wirklich trägt, nicht von außen kommen kann.
Was bleibt
Vielleicht war dieser Aprilscherz mehr als ein kleiner Spaß.
Vielleicht war er ein Spiegel.
Für das, was wir uns wünschen.
Für das, was wir für möglich halten.
Und für das, was wir uns selbst manchmal noch nicht erlauben.
Und genau hier beginnt der eigentliche Raum
Nicht im nächsten Tool.
Nicht im nächsten Versprechen.
Sondern im Kontakt.
Mit dir.
Mit dem, was gerade da ist.
Und – wenn du magst – auch mit mir.
Wenn du spürst, dass du dich auf diesen Raum einlassen möchtest,
dann findest du hier mehr dazu.
Vielleicht nimmst du aus all dem genau das mit, was für dich gerade stimmig ist.
Und vielleicht ist genau das
der eigentliche Kern hinter allem.

