Sketchnote Coaching ABC – E wie Einladen und Entspannen, achtsame Begleitung im Gespräch und innere Sicherheit.

Curriculum mobile - eine lebendige Haltung

April 07, 20263 min read

Wie ich denke, arbeite und begleite

Jeder Mensch ist einzigartig.
Und das Leben selbst ist ein beweglicher Lehrplan - ein curriculum (lateinisch: Lehrplan.).
Voller Erfahrungen.
Lektionen.
Begegnungen.

Klarheit entsteht, wenn wir reflektieren.
Diese Klarheit kann uns zurück in Kontakt mit dem führen, was uns im Kern ausmacht.
So stärken wir unsere Handlungsfähigkeit und schaffen uns neue Optionen.


Zuhören.
Innehalten.
Gemeinsames Hinsehen.

Für mich sind das keine Methoden, sondern Voraussetzungen für nachhaltige, tiefenwirksame Persönlichkeitsentwicklung.
Ein leiser, bewusster Gegenpol zum Höher-Schneller-Weiter, das uns oft weiter weg von uns selbst - und voneinander - führt.


Mein curriculum mobile ist kein Lehrplan, kein Versprechen und auch kein festgeschriebenes Konzept.
Es beschreibt, wie ich arbeite, denke und begleite– im Bewusstsein, dass Entwicklung lebendig ist und sich im Gehen zeigt.
Es ist beweglich (italienisch: mobile) - ein innerer Kompass, der sich im Gehen immer wieder neu ausrichtet.

Und im Wissen darum, dass auch ich mir erlaube, nicht an jedem Tag alles geben zu können - und dennoch verbunden zu bleiben - ist mein curriculum mobile entstanden.

In Bewegung.
Erfahrungsbasiert.
Wach.


Mein curriculum mobile

Ich glaube an das Zuhören, Innehalten und Hinsehen – nicht an das Höher-Schneller-Weiter.

Ich glaube nicht an schnelle Lösungen.
Ich glaube an Begegnung.

Ich bin davon überzeugt, dass alles, was sich in uns zeigt, einen Sinn hat.
Auch – und vielleicht gerade – das, was bremst.
Was unbequem ist.
Das, was wir lange als Fehler, Schwäche oder Feind betrachtet haben.
Oder das, was man uns so lange als Makel oder Unzulänglichkeit gespiegelt hat, bis wir es geglaubt und als Konzept für unser Leben übernommen haben.

Oftmals, ohne uns dessen bewusst zu sein.


Ich glaube, dass nichts in uns wirklich gegen uns arbeitet.
Manches schützt.
Manches erinnert.
Manches bittet um einen anderen Blick, ein anderes Tempo, einen anderen Weg.

Ich halte nichts davon, uns zu optimieren.
Ich glaube, es ist an der Zeit, uns an unser wahres Selbst zu erinnern.
Daran, wieder in Kontakt zu kommen mit dem, was längst da ist.

Bewusst.
Achtsam.
Reflektiert.


Meiner Überzeugung nach entsteht Zuversicht nicht allein aus positivem Denken, sondern aus innerer Sicherheit.
Aus der verkörperten Erfahrung:

Ich darf und kann mir begegnen – auch im Unbequemen – und bleibe verbunden.

Dass das oftmals erst (wieder-)erlernt werden darf, ist eher Ansporn als Hindernis.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Sicherheit keine Technik ist, sondern eine Voraussetzung.
Dass Prozesse nicht im Wollen beginnen, sondern dort, wo etwas in uns langsamer werden darf.

Sein darf.
Wahrgenommen und gespürt werden darf.

Ohne Sicherheit wage ich die Begegnung mit mir – gerade im Unbequemen – oft gar nicht erst.


Jeden Widerstand versuche ich als möglichen Wegweiser erkennbar zu machen.

So darf Müdigkeit sprechen.
Wut darf gesehen werden.
Grenzen sind Hinweise – insbesondere körperliche.

Unser Nervensystem ist zu keiner Zeit gegen uns, sondern ständig damit beschäftigt, für uns zu sorgen.
Autonom.
Ohne unser Bewusstsein.

Deshalb sehe ich einen wesentlichen Teil meiner Aufgabe darin, sehr aufmerksam auf die Zeichen zu achten, die das Nervensystem meines Gegenübers sendet.
Während ich gleichzeitig mein eigenes beobachte und zu regulieren suche, um den Raum halten zu können.


Ich glaube an Milde statt Kampf.
An Beziehung statt Bewertung.
An Würdigung statt Wegmachen.

Ich bin sicher, dass wir unsere Werte nicht erst finden müssen.
Sie sind in uns.

Wir leben sie bereits – im Alltag, in Beziehungen, in der Art, wie wir zuhören, mitfühlen, Verantwortung übernehmen.

Wenn wir sie nicht leben (können), zeigt sich das.
Dann fühlen wir uns fremd, fehl am Platz oder wie im falschen Film.

Nicht, weil mit uns etwas nicht stimmt – sondern weil etwas Wesentliches keinen Raum hat.


Meine Einladung

Diesen Raum möchte ich bieten und öffnen.

Und genau daraus entsteht meine Arbeit.

Ich glaube daran, dass genau diese gelebten Qualitäten uns durch unsichere Zeiten tragen können.
Nicht laut.
Nicht perfekt.
Aber ehrlich.
Und zunehmend stabiler, weil wir dann wirklich bei uns sind.

Meine Arbeit ist eine Einladung.
Zum Innehalten.
Zum Hinspüren.
Zum Erinnern.

Nicht, damit du jemand anderes wirst oder dich ver-änderst.
Sondern um mehr bei dir anzukommen.

Willkommen in der Wunder-B.A.R.
Hier darfst du sein.

Auch zögernd.
Auch suchend.

Und du darfst wachsen und dich ent-wickeln – in deinem Rhythmus.

Katja Schoonbergen ist Tiefendialog-Coachin und Gründerin der Wunder-B.A.R. – einem Raum für Bewusstheit, Achtsamkeit und Reflektion.

Sie begleitet Menschen dabei, innere Prozesse zu verstehen, eigene Antworten zu finden und sich selbst wieder klarer zu sehen.

In ihrem Blog schreibt sie über das, was zwischen Denken und Fühlen geschieht – über Wahrnehmung, Entwicklung und die leisen Veränderungen, aus denen neue Wege entstehen.

In ihrer Wahlheimat, der Lüneburger Nordheide, entstehen aus dem Leben ihre Impulse – mit Leuchtturm-Blick, Cappuccino und einem offenen Herzen für Menschen, die viel geben und sich selbst dabei nicht verlieren wollen.

Katja Schoonbergen

Katja Schoonbergen ist Tiefendialog-Coachin und Gründerin der Wunder-B.A.R. – einem Raum für Bewusstheit, Achtsamkeit und Reflektion. Sie begleitet Menschen dabei, innere Prozesse zu verstehen, eigene Antworten zu finden und sich selbst wieder klarer zu sehen. In ihrem Blog schreibt sie über das, was zwischen Denken und Fühlen geschieht – über Wahrnehmung, Entwicklung und die leisen Veränderungen, aus denen neue Wege entstehen. In ihrer Wahlheimat, der Lüneburger Nordheide, entstehen aus dem Leben ihre Impulse – mit Leuchtturm-Blick, Cappuccino und einem offenen Herzen für Menschen, die viel geben und sich selbst dabei nicht verlieren wollen.

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